Liebe Gemeindemitglieder!

In den Schrifttexten der Osterzeit setzen sich die Texte über die Erscheinungen des Auferstandenen fort. Auch wir warten darauf, dass er uns mit größerer Sicherheit erscheint. Auch warten wir darauf, dass wir dies wieder im Gottesdienst erfahren dürfen. Vielleicht bald? Vielleicht in kleinen Gruppen? Sicher mit der gebotenen Vorsicht und dem vorgeschriebenen Abstand.

  1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 2, 14.22b -33)

Es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.

  1. Lesung: Aus dem ersten Petrusbrief (1 Petr, 17 – 21)

Ihr wurdet losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Tadel.

Evangelium aus dem Johannesevangelium (Joh 21, 1 – 14)

Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus, Natanael aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.

Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen die Netze aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.

Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.

Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz hinter sich her.

Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.

Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich seinen Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Geistliches Wort

Die Niedergeschlagenheit überwiegt. Zwar war er ihnen schon zweimal in Jerusalem erschienen, aber irgendwie reicht dies noch nicht. Deshalb ab nach Hause, an ihren ursprünglichen Ort, in ihre ursprüngliche Tätigkeit, in alte Sicherheiten. Als ob es diese Episode, die drei Jahre ihres Lebens mit Jesus gar nicht gegeben hätte. Neu anfangen im alten. Doch auch da die Enttäuschung, die Erfolglosigkeit: In dieser Nacht fingen sie nichts!

Enttäuschung, Erfolglosigkeit, Erfahrungen, die auch wir immer wieder machen müssen, auch als Glaubende. „Erfolg ist keiner der Namen Gottes“, so schreibt der jüdische Philosoph Martin Buber. Ja, nicht einmal mit unserem Glauben, mit einem guten Leben in der Nachfolge, sind wir auf der sicheren Seite. Denn unser Glaube ist keine Lebensversicherung, kein Schlüssel zum irdischen Glück und einem sorgenfreien Leben. Unser Glaube blendet gerade die Schattenseiten des Lebens nicht aus, er kann sie uns anschauen lassen und trägt uns, aber er führt weiter und hält manche Überraschung für uns parat: Werft die Netze noch einmal aus! Es noch einmal versuchen, gegen alle Vernunft.

Oft wird dieses Evangelium genommen bei der unmittelbaren Vorbereitung auf den Kommuniontag. Auf die Frage: „Ja, mal ganz ehrlich, hättet ihr es noch einmal versucht?“, sind die Antworten der Kinder unterschiedlich und oft sehr gut begründet. Wie würden Sie antworten? Rational, resigniert, egal, man kann es ja mal probieren, hoffnungsvoll, überzeugt? Nicht resignieren und zur rechten Zeit wieder neu ansetzen: Die Jünger probieren es auf jeden Fall noch einmal und lassen sich bewusst auf diese Überraschung ein. Ein voller Erfolg!

Ja, das kann unser Glaube sein: Hoffnung bei allen Rückschlägen. Aber gemeinschaftliche Hoffnung. Beginn von Kirche.

Das ist ein zweiter Aspekt dieses Evangeliums: Beim Einholen der Fische ist es zu merken: Viele müssen mit anpacken, ein zweites Boot ist nötig. Nur so können die Früchte ihres gemeinsamen Versuches auch eingefahren werden. Ein bleibendes Bild für Kirche: Gemeinsam an einem Strick ziehen, gemeinsam ernten. Aber nicht nur ein Bild für die Kirche, auch für unsere Gesellschaft. Geeint waren war im Hinnehmen der Beschränkungen. Im Moment scheint es so zu sein, dass jede Gruppierung ihren Vorteil einklagen möchte, jede Gruppe möchte die erste sein, bei der die Einschränkungen wieder aufgehoben werden sollen. Vieles erreichte Gute wird zerredet. Auch wir als Kirche sollten mit unseren Forderungen nach der Möglichkeit von öffentlichen Gottesdiensten da nicht in vorderster Front stehen, wir können uns auch gedulden und bescheiden unsere Wünsche äußern.

Und ein dritter Aspekt: Jesus kann nichts ohne die Jünger bewirken. Er bringt nicht alles selber mit. Brot und Fische müssen die Jünger selber besorgen. Er braucht die Gaben unseres Lebens, unsere Bereitschaft, unseren Mut, all das müssen wir ihm geben, ihm anvertrauen. Er braucht unser mit Sehnsucht erfülltes, geöffnete Herz, er wird es weiten und uns stärken. Die Gaben der Erde und der menschlichen Arbeit segnet und wandelt er uns zu Gaben des Lebens und des Heiles. In jeder Eucharistiefeier: Er wandelt die Gaben der Gemeinde, Brot und Wein, zu seinem Leib und seinem Blut für uns. Er kann den Funken der Hoffnung auflodern lassen, er kann unsere Neugier überraschen, er kann gemeinsame Versuche einen.

Vertrauen wir darauf und lassen uns vom Herrn überraschende Normalitäten schenken.

Dieser Text steht auch als pdf-Datei im Download-Bereich zur Verfügung.

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