Liebe Gemeindemitglieder!

Wegen des Corona-Virus finden derzeit keine Gottesdienste und keine öffentlichen Veranstaltungen mehr statt. Damit braucht es auch keine Pfarrnachrichten mehr. Unser Erzbischof Hans-Josef Becker hat in dieser Situation darauf hingewiesen, dass das geistliche Leben in unserem Erzbistum nun „anders, aber nicht weniger intensiv“ weitergeht. Diesen Aufruf unseres Erzbischofs wollen wir unterstützen! Neben den vielen Angeboten, die es im Internet gibt, erscheint ab jetzt an jedem Wochenende ein Impuls mit den Lesungstexten des Sonntags sowie mit einem geistlichen Wort. Es liegt an jedem Einzelnen von aus, was wir daraus machen!

Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 2, 42-47)

Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

2. Lesung 1. Petrusbrief 1, 3-9

Johannesevangelium (20, 19-31)

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Geistliches Wort

„Tutto andrà bene! – Alles wird gut!“ Diese Worte finden sich auf großen Zetteln oder auf Bettlaken an vielen Häusern in Italien. Sie sollen Mut machen. Alles wird schon wieder gut werden, irgendwann wird die Normalität zurückkehren. Aber noch ist es nicht so weit. Papst Franziskus hat diese Worte in seiner Predigt in der Osternacht aufgegriffen und dabei auch festgestellt, dass wir trotz des Osterfestes gefühlsmäßig eher im Karsamstag stecken geblieben sind. Das mag seinen Grund haben: Normalerweise geht in der Fastenzeit das Leben weiter, ebenso am Gründonnerstag, am Karfreitag und am Karsamstag. Wenn wir diese Tage feiern und das Leiden und Sterben Jesu mitvollziehen, dann setzen wir diesen Einschnitt in unser Leben bewusst und können an Ostern – wie vorher an jedem anderen Tag der Fastenzeit auch – ganz bewusst und selbstverständlich zur Normalität zurückkehren. Und eine Woche später, am weißen Sonntag, finden dann die Erstkommunionen statt und das Leben geht mit aller Feierlichkeit weiter…

Die Evangelien hingegen berichten uns, dass es nach der Auferstehung Jesu noch lange dauert bis sich die Osterfreude unter den Jüngern verbreitet und sie neues Vertrauen in Jesus fassen. Das Evangelium des heutigen Sonntags erzählt, dass Jesus den Jüngern bereits erschienen ist und nun er nach acht Tagen erneut zu ihnen kommt. Aber: Die Türen sind wie eine Woche zuvor aus Angst verschlossen! Thomas will den anderen Jüngern gar nicht erst glauben, dass sie den Herrn gesehen haben. Erst die Begegnung mit Jesus und die Berührung lässt Thomas in Jesus nicht nur den Herrn, sondern auch den lebendigen und wahren Gott erkennen, der den Tod besiegt hat. Aber selbst das verändert das Leben der Jünger noch nicht wirklich. Der Evangelist Johannes berichtet wie die Jünger danach wieder ihrem ursprünglichen Beruf nachgehen und fischen. Und auch Thomas ist dabei. Nachdem sie die Nacht über keinen Fisch gefangen haben, sehen sie Jesus am Ufer des Sees stehen und erkennen ihn nicht. Erst als er sie auffordert noch einmal das Netz auszuwerfen und als es voller Fische ist, da sagt Johannes: „Es ist der Herr!“ Erst jetzt springt Petrus aus dem Boot, um schnell bei Jesus zu sein. Aber als alle an Land bei Jesus sind bleibt die angespannte, unsichere Stimmung, wenn es heißt „Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.“ Ein vertrauter und freudiger Umgang mit einander sieht wohl anders aus. Und der Evangelist erwähnt nach dieser Begebenheit „Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.“ Für die Jünger wird es noch bis zum Pfingstfest dauern, bis sie neuen Mut gefasst haben, um das Osterereignis, die Auferstehung Jesu den anderen Menschen verkünden. Sie müssen erst einmal für sich erfassen, was die Auferstehung eigentlich bedeutet: Nämlich, dass Jesus nicht wieder zu ihnen zurückkommt und bei ihnen bleibt wie er es vorher war. Dass er ihnen auch nicht alles Schwere, alles Anstrengende und alle Leid abnimmt. Stattdessen müssen die Jünger in der Welt leben wie sie ist und die frohe Botschaft verkünden. Sie müssen aushalten, dass die Welt ist wie sie ist und sie müssen an sowie in den Situationen, die ihnen begegnen reifen und wachsen. Aber sie sind dabei nicht alleine und haben einen echten und ewigen Grund zur Hoffnung: Gott! Der französische Dichter Paul Claudel hat es so formuliert: „Gott ist nicht gekommen, das Leiden zu unterbinden. Er ist nicht einmal gekommen, es zu erklären, sondern er ist gekommen, um es mit seiner Gegenwart zu erfüllen.“ Und Papst Franziskus erinnerte in der Osternacht daran, dass die Hoffnung, die uns Jesus mit seiner Auferstehung gibt eine andere ist, als eine rein menschliche Hoffnung: „Sie legt die Gewissheit ins Herz, dass Gott alles zum Guten zu wenden vermag, da er sogar aus dem Grab das Leben hervorgehen lässt.“

Dieser Text und auch eine Litanei vom barmherzigen Gott stehen auch als PDF-Dateien im Download-Bereich zur Verfügung.

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