Liebe Gemeindemitglieder!

Auch in den Kar- und Ostertagen konnten keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Aber auch für diese Tage gilt, dass wir den Weg Jesu mitgehen sollen und können, um mit ihm durch sein Leiden zur Auferstehung und zu neuem Leben gelangen.

In der Feier der Osternacht wird dies besonders deutlich, wenn sie im Dunkel beginnt und in vollem Licht und voller Freude endet. Im Moment müssen wir durch andere Dunkelheiten gehen. Aber unser Glaube verheißt uns das Licht des Lebens, das Ende aller Dunkelheiten und Sorgen. Die Schrifttexte des Osterfestes werden sagen, wie diese Botschaft sich langsam Bahn bricht.

  1. Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 10, 34a. 37 – 43)

Wir haben nach seiner Auferstehung mit ihm gegessen und getrunken.

  1. Lesung:

Aus dem Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Kolossä (Kol 3, 1-4)

Strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes ist.

Schwestern und Brüder!

Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische!

Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.

Evangelium aus dem Johannesevangelium (Joh 20, 1 -9)

Er sah und glaubte

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben.

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein.

Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben, an einer besonderen Stelle.

Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.

 

Geistliches Wort

Ostern kommt plötzlich und mit Macht: Schon drei Tage nach dem Tod Jesu. Die Oster-nachtsfeier, die in diesem Jahr leider ohne Gemeinde gefeiert werden musste, sie beginnt im Dunkel, das Licht der Osterkerze breitet sich zaghaft aus, aber dann Gloria, volles Licht, volles Glockengeläut, feierliches mehrmaliges Halleluja, überbordender Blumen-schmuck, ja, so schnell hat das Leben über den Tod gesiegt. Wir nehmen es für sehr selbstverständlich. Ein paar schöne Tage noch mit der Familie, Ostereier und Osterhasen für die Kinder, die noch eine Woche Ferien haben, aber für die Erwachsenen ist oft schon der Dienstag wieder Alltag. Die letzten Ostersüßigkeiten gibt es im Geschäft zum halben Preis und schnell sind sie weg, schnell spürt man von Ostern nichts mehr. So kann Ostern nicht unter die Haut gehen, so wird uns oft wenig bewusst, dass es um Tod und Leben ging, für Jesus und auch für uns.

In Wirklichkeit spricht die Heilige Schrift eine andere Sprache. Klar, nach drei Tagen kam die Auferstehung, aber alle Geschichten, die von den Begegnungen mit dem Auferstandenen berichten, sind viel zögernder. Er zeigt sich und entzieht sich gleich wieder. Im heutigen Evangelium ist er erst einmal weg, nicht da. Und trotzdem heißt es schon vom ersten Jünger: Er sah und glaubte. Wie Maria Magdalena dem Herrn begegnet, hält sie ihn erst für den Gärtner, wie sie ihn erkennt, ist er schon wieder entschwunden. Die Emmausjünger brauchen einen langen Weg, bis sie ihn abends beim Brotbrechen erkennen. Erst im Nachhinein spüren sie: Brannte uns nicht das Herz. Der Apostel Thomas ist lange skeptisch und lässt sich erst durch den hautnahen Kontakt überzeugen. Die Jünger am See von Genezareth sind hin- und hergerissen, am Schluss wussten sie, dass es der Herr war. Aber sie trauen sich nicht ihn anzusprechen. Und dann kommt fasst auch schon die Himmelfahrt, wo er ihnen scheinbar ganz entschwindet. Erst das Pfingstereignis stärkt sie in ihrem Glauben und schenkt ihnen Mut zum Zeugnis. Ja, liebe Mitchristen, deshalb haben wir auch die siebenwöchige Osterzeit, in der auch in uns die Botschaft von der Auferstehung reifen kann.

In diesen Tagen der Corona – Krise dürfen auch wir die Botschaft vom Leben hören. Ist Ostern die Wende zum Leben? Vielleicht! Aber vielleicht braucht es noch lange, vielleicht sogar sehr lange, bis sich die Tatsache des Lebens durchgesetzt hat.

Und so gilt es für uns jetzt, wissend um die Botschaft der Auferstehung, geduldig zu sein, zu hoffen, zu beten, andere aufzurichten. Wir brauchen nicht verzweifeln. Uns darf bewusst-werden und bewusst bleiben, dass wir einen barmherzigen und treuen Gott haben. Eine Got-tesvorstellung vom zornigen Gott, von einem Gott, der solche Katastrophen wie die Corona- Krise schickt, um die Menschen zu strafen, ist völlig fehl am Platz. Sie sind die Versuchung, von der Jesus spricht, die Versuchung, nicht an die Barmherzigkeit Gottes zu glauben.

Ich erinnere mich immer gern an eine Osternachtsfeier in einer meiner früheren Gemeinden. Sie fand am frühen Morgen statt. Nach der Feier zog ein Teil der Gemeinde auf den Friedhof, um dort das Osterhalleluja anzustimmen und das Osterlicht zu den Gräbern ihrer verstorbenen Angehörigen zu bringen. Es war kalt und nebelig, ab und zu zeigte sich ein Lichtstrahl. Eine ganz erwartungsvolle Atmosphäre. Es war, als trete gleich der Auferstandene aus den Nebelschwaden hervor, zum Greifen nah schien er. Aber er zeigte sich noch nicht.

Liebe Gemeinde: Ostern kommt langsam, aber mit Macht. Mögen wir alle geduldig ausharren, mögen wir Hoffnung haben, mögen wir von dieser Hoffnung künden. - Vielleicht Pfingsten!

Dieser Text steht auch auch als PDF-Datei im Download-Bereich zur Verfügung.
Ebenfalls eine österliche Weglitanei - erwachsen aus der Meditation der Emmausgeschichte

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