In der römisch-katholischen Kirche versteht man unter Beichte entweder das Sündenbekenntnis als solches oder den Gesamtvorgang der Spendung des Bußsakramentes. Das Bußsakrament wirkt die Wiederherstellung der Taufgnade, die für das ewige Leben bei Gott notwendig ist. Für eine gültige Beichte müssen fünf Voraussetzungen gegeben sein: Gewissenserforschung, Reue, guter Vorsatz, Bekenntnis und Wiedergutmachung (Katholischer Erwachsenenkatechismus).

 

  • Die Gewissenserforschung zielt vor der eigentlichen Beichte darauf ab, sich der Sünden und ihrer Umstände bewusst zu werden.
  • Die Reue ist der wichtigste Teil der Beichte. Ohne Reue ist eine Vergebung der Sünden nicht möglich. Was man nicht bereut, kann man nicht gültig beichten. Man unterscheidet zwischen der vollkommenen Reue (aus Liebe zu Gott) und der unvollkommenen Reue. Die vollkommene Reue ist der Wunsch des frommen Herzens, sich aus Liebe zu Gott ganz von der Sünde abzuwenden; und sich voll zum Vertrauen in die Liebe Gottes, zur Gemeinschaft mit Jesus Christus, zu bekehren. Bei der unvollkommenen Reue kann auch die Angst vor ewiger oder zeitlicher Strafe durch Gott oder die Angst vor der Verfehlung des ewigen Ziels überwiegen.
  • Der gute Vorsatz muss in der Absicht bestehen, in Zukunft alle schweren Sünden zu meiden.
  • Für eine gültige Beichte ist das Bekenntnis aller bewussten schweren Sünden (auch Todsünden) nötig, derer man sich seit der Taufe erinnert und die noch nicht durch eine sakramentale Beichte vergeben worden sind. Eine Sünde ist dann schwer, wenn ein Gebot Gottes in einer wichtigen Sache, mit klarem Bewusstsein und in freier Entschiedenheit übertreten worden ist. Es wird auch geraten, weniger schwere, sogenannte lässliche Sünden zu bekennen.
  • Die Wiedergutmachung besteht zunächst in der Pflicht, begangenes Unrecht soweit irgend möglich zu begleichen, beispielsweise muss Gestohlenes zurückgegeben werden. Zum anderen soll das Bußwerk helfen, die Folgen der Schuld in Solidarität mit der Kirche abzutragen. Hinsichtlich der Genugtuung, der Beseitigung der Sündenfolgen also, bildet die Kirche als Communio sanctorum eine zeitliche und ewige Solidargemeinschaft mit Christus und seinen Heiligen.

Somit kann keine wirksame Lossprechung bekommen

  • wer keine Reue über seine Sünden empfinden will.
  • wer die nächste Sünde oder die Gelegenheiten zur Sünde nicht meiden will.
  • wer seinen Feinden nicht verzeihen, fremde Ehre nicht wiederherstellen oder anderes Unrecht nicht ausgleichen will, obwohl er es könnte.

Quelle: Wikipedia

 

 

Die Beichte ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Sie wird auch Sakrament der Vergebung, der Buße, der Versöhnung genannt. In der Beichte vergibt Jesus Christus dem Pönitenten (Büßer) seine Sünden durch die Worte des Priesters.

Zur Vorbereitung auf die Beichte empfehlen sich die Nummern 58f im Gotteslob.

Beichtgelegenheit im Pastoralverbund ist in der Regel:

  • in Hünsborn samstags 15.00-15.30 Uhr
  • in Ottfingen donnerstags 17.30-17.45 Uhr
  • in Gerlingen samstags 15.30 - 16.00 Uhr
  • oder nach kurzer Kontaktaufnahme mit einem Priester

Die genauen Beichtzeiten finden Sie in der Gottesdienstordnung 

Weitere Beichtzeiten bietet das Pallottihaus (Im Osterseifen 1, 57462 Olpe) an:

  • Montag: 15.00-17.30 Uhr
  • Dienstag und Mittwoch: keine Beichtgelegenheit
  • Donnerstag: 10.00-12.00 Uhr
  • Freitag:  15.00-17.30 Uhr
  • Samstag: 10.00-11.00 Uhr und 15.00-17.00 Uhr

 

 

Gerade für Kinder sei folgende "Beichtanleitung" empfohlen:

Nach der Gewissenserforschung betrittst Du den Beichtstuhl und kniest dich hin oder Du gehst in das Beichtzimmer und setzt dich hin!

Der Priester begrüßt dich mit den Worten: „Gelobt sei Jesus Christus“

Du antwortest: „In Ewigkeit. Amen.“

Dann fährst Du fort:

„Ich bin … Jahre alt. Meine letzte Beichte war vor … Wochen/Monaten/Jahren. Ich bekenne meine Sünden:“

Dann zählst Du alles auf, was Dir Leid tut und was Du ändern möchtest. Am besten sagst Du nicht bloß was Du getan hast, sondern auch, wie oft. Nimm dir ruhig Zeit dafür! Wenn Du mal nicht weiter weißt, hilft Dir der Priester gerne.

Wenn Du dem Priester alles gesagt hast, beendest Du Deine Beichte mit den Worten: „Das sind alle meine Sünden, sie tun mir leid. Ich bitte um die Lossprechung“ Dann weiß der Priester, daß Du fertig bist. Im folgenden wird er dir Hilfen mit auf den Weg geben, wie Du Dein Tun ändern kannst, damit Du mit den anderen Menschen und mit Gott besser leben kannst. Der Priester möchte Dir helfen, daß Du lernst, den Willen Gottes in Deinem Leben zu erkennen!

Zum Schluß gibt Dir der Priester noch eine „Buße“ auf. Diese soll Dich daran erinnern, daß Du Dich ändern möchtest.

Dann erfolgt die Lossprechung durch den Priester. Er sagt:

„Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung Seines Sohnes die Welt mit Sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke Er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Dabei machst Du das Kreuzzeichen und antwortest „Amen.“

Der Priester verabschiedet dich mit den Worten: „Gelobt sei Jesus Christus.“ Du antwortest: „In Ewigkeit. Amen.“

Nun kannst Du fröhlich aus dem Beichtstuhl/Beichtzimmer gehen, denn alles, was schlechtes getan hast ist nun weg!

Selbst der Priester darf von alle dem was er gehört hat nichts sagen. Auch für ihn ist alles weg, denn er gibt es an Gott ab. In Wirklichkeit ist es nämlich Jesus selbst, dem du alles Schlechte sagst. Ihm darfst Du alles anvertrauen.

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